Toilettenhocker | Was du vor dem Kauf unbedingt wissen solltest!

Anwendung | Darm mit Charme | Falscher Stuhlgang

Ein Toilettenhocker ist eine Art Schemel. Er wird vor die Toilette gestellt. Wenn die Füße während des Stuhlgangs darauf gestellt werden, wechselt der Körper von der sitzenden in die hockend-sitzende Position – mit vielen, gesunden Folgen. 

Toilettenhocker

Wer einmal in den 1980er Jahren in Südfrankreich auf einem Campingplatz Urlaub gemacht hat, der wird sich über die merkwürdigen Toiletten dort sehr gewundert haben: Zwei Trittflächen für die Füße, zwei Stahlbügel an den Seitenwänden und ein Loch im Boden – und damit soll man sein „Geschäft“ verrichten? In der Tat: Mit den „Einhängen“ des Körpers in diese seltsame Konstruktion wurde immerhin eine berührungslose Position zum Ausscheiden der Exkremente gefunden. Aber tatsächlich hat diese Haltung noch etliche weitere Vorteile.

Denn die teutonische Überlegenheit über die empfundene Rückständigkeit ist bei der hier gewünschten Haltung beim Stuhlgang alles andere als angebracht: In Wirklichkeit sind unsere gewohnten Toiletten keineswegs ein Fortschritt. Doch deswegen müssen wir unsere Toiletten jetzt nicht abreißen und wegwerfen. Mit einem Toilettenhocker haben wir schnell wieder die natürliche, gesunde Haltung beim Stuhlgang eingenommen.

Anwendung

Beim Stuhlgang stellt man einfach die Füße auf den Hocker. Dann verschiebt man den Hocker so, dass eine bequeme Hock-Haltung eingenommen wird. Wichtig ist dabei, dass man sich nicht auf dem Hocker abstützt. Man rutscht sonst zwangsläufig nach hinten, was den Stuhlgang wieder erschweren kann. Der Hocker ist nur für die Auflage der Füße da. Er ist nicht dazu vorgesehen, sich damit gegen die Schüssel zu stemmen. Die ideale Sitzposition auf der Schüssel ist, wenn die Beine in einem Winkel zur Wirbelsäule von ca. 30-40° einnehmen. Das ist etwas steiler als ein halber, rechter Winkel – also der Position, die man ohne Toilettenhocker auf einer Schüssel einnimmt. Die Höhe des Toilettenhockers sollte entsprechend gewählt werden. Höhenverstellbare Toilettenhocker sind noch relativ selten, mit ein wenig Recherche aber durchaus zu finden. Schließlich beugt man sich noch leicht vor, dann ist die perfekte Haltung für den Stuhlgang eingenommen.

Darm mit Charme

Die Bloggerin und Medizinerin Giulia Enders hat mit ihrem Buch „Darm mit Charme“ für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Ihr ist es zu verdanken, dass der Darm aus seiner „Tabuzone“ geholt wurde und die Menschen endlich anfangen, sich gedanklich mit diesem wichtigen Organ auseinander zu setzen. Das wurde auch höchste Zeit, denn die Krankheiten rund um den Darm nehmen zu. Daran ist auch die falsche Sitzhaltung beim Stuhlgang schuld.

Probleme beim falschen Stuhlgang 

Das Hauptproblem, dass beim Stuhlgang zu viel Gegendruck überwunden werden muss, bring eine ganze Reihe an folgenden Schwierigkeiten mit sich. Physiologisch ist der Widerstand beim Stuhlgang in der Hocke nicht vorgesehen. Darum hat der Körper auch keine Mechanismen entwickelt, wie er damit umgehen soll. Die heute bekannten Folgen sind:

Ein erhöhter Innendruck im Darm sorgt für die Bildung von Polypen, den sogenannten „Divertikeln“ in der Darmwand. Diese stielförmigen Gebilde sind die Krebsherde Nr. 1 in diesem Organ. Außerdem können sie beim Stuhlgang abreißen und so zu Darmblutung oder sogar Vergiftungen führen. Ein Rückstau im Darm leistet einer Blinddarm-Entzündung Vorschub. Außerdem wird er für das Reizdarm-Syndrom verantwortlich gemacht. Schließlich ist ein Rückstau auch für die Dickdarmentzündung oder die Divertikulose, das ist eine Ausstülpung der Darmwand mit Entzündungen, verantwortlich. Die erhöhte Kraftanstrengung beim Stuhlgang durch die falsche Sitzhaltung erhöht das Risiko eines Schlaganfalls oder eines Herzinfarkts. Krampfadern, Glaukome, Leistenbrüche oder Bauchdecken-Hernien werden ebenfalls durch diesen unnatürlichen Druck von Innen begünstigt.

Schließlich kann jeder Defekt am Darm zu Hämorrhoiden und Blähungen führen.

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